Vor- und Nachteile von Lernplattformen

Softwaresysteme in Form von Learning Management Systemen (LMS) sollen es Bildungsanbietern erleichtern, Lerninhalte zu organisieren, zu verwalten und den Lernenden über die Lernplattform zur Verfügung zu stellen. Vorteile ergeben sich vor allem für das Lernen in Fernkursen; aber auch als Ergänzung zum Präsenzstudium oder zur Verringerung von Unterrichtsausfällen lässt sich LMS sinnvoll einsetzen, gleichgültig, ob diese auf Erkrankungen des Lehrpersonals oder der Lernenden selbst zurückgehen. Auch räumliche Engpässe können dadurch ausgeglichen werden, da das Material von den Lernenden zu jeder Zeit und an (fast) jedem Ort abgerufen werden kann.

Vorteile von Lernplattformen

Lebenslanges Lernen ist ein zentraler Begriff der gegenwärtigen Bildungslandschaft. In der Konsequenz ergreifen bereits immer mehr Menschen die Initiative, indem sie sich zu Fernlehrgängen anmelden oder auf andere Weise versuchen, sich weiterzubilden. Da es sich häufig um Berufstätige handelt, die sich weiterqualifizieren wollen, ist das zeit- und ortsungebundene Lernen für diese Menschen besonders wichtig. Lernplattformen kommt hier eine zentrale Bedeutung zu, insbesondere dann, wenn sie auch dem Austausch der Lernenden untereinander dienen.

Für jugendliche Lernende stellen die modernen Kommunikationsmedien einen Teil ihrer Lebenswirklichkeit dar, über die sie sich austauschen und zu sozialen Lerngruppen finden. Die Arbeit am und mit dem PC wirkt sich besonders motivierend auf diese Lerngruppen aus.

Für alle Lernenden ergibt sich zudem eine Vereinfachung des Auffindens, Abrufens und Verwaltens von Kursinhalten, Dokumenten und formalen Aufgaben(-planungen). Gleiches gilt für die Lehrenden, die von den Möglichkeiten, Lerninhalte über die Software zu gestalten, zu dokumentieren und zu präsentieren, profitieren.

Nachteile von Lernplattformen

Speziell für ältere Menschen oder Menschen, die mit der Arbeit am PC nicht vertraut sind, stellen Lernplattformen zunächst eine erhebliche Erschwernis dar, insbesondere was das Erlernen des Umgangs mit dem PC und mit Benutzeroberflächen anbelangt. Doch auch für PC-erfahrene Nutzer können sich Schwierigkeiten einstellen; kleinere oder größere Systemabstürze können hier den gesamten Lernbetrieb erheblich stören.

Für Bildungseinrichtungen wie Schulen ist die Anschaffung der benötigten Ausstattung zudem mit erheblichen, kaum zu bewältigenden Kosten verbunden, auch sind oft keine angemessenen Räumlichkeiten vorhanden, sodass die Lernenden sich abwechseln oder dicht vor die Bildschirme drängen müssen.

Ein weiterer Nachteil liegt darin, dass gerade junge Menschen ohnehin zu viel Zeit vor dem Bildschirm verbringen und für andere Formen des Lernens kaum noch Interesse aufbringen, da es nicht „multimedial“ aufbereitet ist. Zudem lässt es sich von der Lernplattform aus leichter auf eine Suchmaschine zugreifen, denn auf eine Bibliothek, was rasch zu einer einseitigen Ausrichtung beim Suchen und Auffinden von Informationen führen kann.

Sicherlich muss im Einzelfall geschaut werden, ob es Sinn macht, eine Lernplattform einzuführen – aber vielfach macht es das Leben schon deutlich einfacher. Weitere Infos zu Jobs in dem Bereich.

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